17.01.2019

Klimaschutz in Eutin

Im Stadtentwicklungsausschuss im September 2018 haben wir Grüne einen Antrag gestellt, den wir als Auftakt und Neuanfang für einen integrativen Klimaschutz für Eutin sehen. Dieser Antrag ist angenommen worden.

Der wichtigste Punkt daraus ist, dass die Stadt Eutin den Antrag auf Förderung der Stelle einer Klimaschutzmanagerin/eines Klimaschutzmanagers stellt. Mit dieser Person gemeinsam wird dann ein integratives Klimaschutzkonzept für die Stadt Eutin entwickelt. Die Verwaltung ist dabei, dies umzusetzen.

Ebenfalls haben wir erreicht, dass das auf unseren Antrag eingerichtete Klimaschutzbudget von 300 000 Euro pro Jahr für folgende Maßnahmen, die jetzt schon im Haushalt stehen, verwendet wird:

1. Ein Planungsbüro erstellt ein Komplettkonzept zur Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. Erreichbar sind 75% Energie-Einsparung und mindestens 60% Kosteneinsparung.

2. Die Sportanlage Waldeck als Großverbraucher wird ebenfalls auf LED-Beleuchtung umgestellt. Das ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit mit wichtigen gesellschaftlichen Gruppen wie dem Sport.

Für 2019 haben wir uns folgende Ziele gesetzt:

- Das zukünftige integrative Klimaschutzkonzept für Eutin muss Energie-Einsparung und Energie-Effizienz in allen Bereichen beinhalten.

- Die Stadt hat direkten Zugriff auf ihre eigenen Liegenschaften. Bei allen neuen Vorhaben

- Schulbauten, Sporthalle, Reithalle

- muss Energieeffizienz ein zentrales Thema sein. Niedrige Energiekosten sind gleichzeitig ein wesentlicher Beitrag zur Haushaltsentlastung.

- Die Stadt kann Bebauungspläne - vor allem auch für das Gewerbegebiet

- an Klimaschutzzielen ausrichten. Z.B. wollen wir Grüne, dass der Anteil an Mehrfamilienhäusern deutlich zunimmt. Die WoBau macht gerade in der Seestraße vor, dass die Schaffung von günstigem Wohnraum sich rechnet. Damit bestätigt sich, was wir Grüne schon lange sagen: Umweltschutz und Wirtschaft gehen sehr wohl zusammen, und günstige Energiekosten entlasten die Mieter.  

- Die Stadt kann gemeinsam mit den Stadtwerken auf den privaten Sektor einwirken. Hier gibt es bisher ein Projekt zur Quartiersentwicklung im Gebiet Hoher Berg. Da sehen wir Grüne aber noch viel „Luft nach oben“! Die Großstadt Bottrop macht Schlagzeilen mit ihrer Klimapolitik für die ganze Stadt, das kann Eutin auch!

- Außer der Straßenbeleuchtung müssen auch sämtliche Ampelanlagen auf LED umgerüstet werden. Dies ist eine der schnellsten und effizientesten Maßnahmen im Bereich Verkehr.

- Der Sektor Verkehr kann ebenfalls einen wichtigen Klimaschutz-Beitrag leisten: Verkehrsberuhigung und vernünftige Verkehrslenkung senken die Emissionen. Die sog. letzte Meile steht jetzt überall im Fokus. Gemeint ist die optimale Vertaktung und Verbindung von Bahn, Bus, Fahrrad und Fußweg, damit es Menschen möglichst leicht gemacht wird, das Auto stehen zu lassen.

Was für uns Grüne selbstverständlich ist, möchten wir gern als gemeinsames Ziel in der gesamten Stadtpolitik verankern: Eutin muss klimaneutral werden, und das möglichst schnell. 

Monika Obieray



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