GRÜNE begrüßen Initiative für Tempo-30-Zone in der Wilhelm-Wisser-Straße

Seit 2017 haben Kommunen mit mehr als 10000 Einwohner*innen die Möglichkeit, Straßenverkehrsbehörde zu werden und damit auch die Regelungen für Tempo-30-Zonen selbst zu bestimmen“, erläutert Christiane Balzer, „die Stadt Eutin sollte ernsthaft diskutieren, sich diese Chance der selbst bestimmten Verkehrssteuerung nicht entgehen zu lassen“.

„Nach Jahren des PKW-Booms merken immer mehr Menschen, dass die Verkehrswende nicht nur ökologisch erforderlich ist, sondern auch die Chance eröffnet, unsere Innenstädte wieder lebenswerter zu machen. Wenn Menschen uns berichten, dass sie sich aufgrund von rücksichtslosen Rasern nicht mehr auf die Straße trauen und Schulkinder gefährdet werden, ist das ein echtes Alarmsignal,“ meint Ralf Langenstück und ergänzt: „ Menschen zu Fuß und auf dem Rad haben einen Anspruch darauf, sich sicher im öffentlichen Verkehrsraum zu bewegen.“

„Wir GRÜNE sind überzeugt davon, dass die überwiegende Mehrzahl der Autofahrer*innen verantwortungsvoll fahren und mit Tempo 30 leben könnten, zumal sie selbst ja auch Eltern, Radfahrer und Fußgänger sind. Der Minderheit der Raser gilt es entschieden Einhalt zu gebieten. Allerdings spielen für uns weitere Aspekte eine Rolle. Mit Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit werden Anwohner vor unnötigem Lärm geschützt und Straßen weniger beansprucht; ein ganz wesentlicher Punkt, wenn es um die Vermeidung von Straßenausbaubeiträgen geht. Schließlich kommt hinzu, dass wir mit Kern- und Westtangente Ausweichmöglichkeiten für den PKW-Verkehr geschaffen haben, die zum Teil deshalb nicht genutzt werden, weil der Weg mitten durch Eutin immer noch schneller und bequemer ist. Hier sollten wir mit unseren Überlegungen ansetzen. Die geforderte Tempo-Reduzierung in der Wilhelm-Wisser-Straße kann ein erster Schritt sein“, fasst Christiane Balzer die Position der GRÜNEN zusammen.

Christiane Balzer



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